Umfragen zur Präsidentschaftswahl 2024

In den letzten Umfragen vor der Wahl liegen die Kandidaten weiterhin fast gleichauf. Nach wie vor trennen die Demokratin und den Kandidaten der Republikaner sowohl auf Bundesebene wie auch in den wichtigen Swing States nur wenige Prozentpunkte. Womöglich könnten schlussendlich wenige tausend Stimmen in den Swingstates den Ausschlag geben. Eine seriöse und faktenbasierte Prognose bezüglich des Wahlausgangs lässt sich daher unmittelbar vor der Wahl nicht treffen.

Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen Umfragen zur US-Wahl 2024: Wer liegt bei den landesweiten Umfragen vorn? Wie sind die Umfragewerte in den wichtigen Swing States? Und wie ist die Stimmungslage in den übrigen US-Bundesstaaten?

Bereits wenige Wochen nach Bekanntgabe ihrer Kandidatur zog Kamala Harris in den landesweiten Umfragen an Donald Trump vorbei. Das Momentum war auf der Seite der Demokraten, so schien es. In den vergangenen Wochen scheint das Pendel allerdings wieder mehr in die Richtung Donald Trumps auszuschlagen, der in den nationalen Umfragen zuletzt immer näher an seine Kontrahentin heranrückte. Aussagekräftiger als die landesweiten Umfragen sind aufgrund des amerikanischen Wahlsystems allerdings sowieso die Umfragen in den einzelnen US-Bundesstaaten.

Wahlumfragen in den Swing States

Aufgrund der Besonderheiten des amerikanischen Wahlsystems haben landesweite Umfragen nur begrenzte Aussagekraft. In den USA gewinnt am Ende nämlich nicht unbedingt der Kandidat, der landesweit die meisten Stimmen erhält, sondern derjenige, der durch Siege in den einzelnen Bundesstaaten die meisten Wahlleute auf sich vereint. Bei der Wahl kommt das Prinzip der Mehrheitswahl zur Anwendung: Der Kandidat oder die Kandidatin, der oder die in einem Bundesstaat die meisten Stimmen erhält, bekommt alle Stimmen der Wahlmänner- und -frauen dieses Bundesstaates.

Von besonderer Bedeutung für Wahlausgang sind daher sogenannte Swing States. Dabei handelt es sich um Bundesstaaten, in denen kein Kandidat und keine Kandidatin mit einer sicheren Mehrheit rechnen kann (im Gegensatz zu Bundesstaaten, in denen traditionell mehrheitlich demokratisch oder mehrheitlich republikanisch gewählt wird). Die Swing States haben potenziell wahlentscheidende Bedeutung, da sie sowohl von den Demokraten wie auch von den Republikanern gewonnen werden könnten.

Zu den Swing States gehören Arizona, Georgia, Michigan, North Carolina, Nevada, Pennsylvania und Wisconsin.

Auch in den Swing States bahnt sich ein Kopf-an-Kopf Rennen an. Harris und Trump liegen aktuell jeweils nur wenige Prozentpunkte auseinander. Dabei ist Harris bereits eine bemerkenswerte Aufholjagd gelungen. Im Vergleich mit Joe Biden hatte Trump in den meisten Swing States noch mehrere Prozentpunkte Vorsprung.

Auf unserer interaktiven Karte sehen Sie, wer in den Umfragen der einzelnen US-Bundesstaaten derzeit die Nase vorn hat. In Bundesstaaten mit blauem Symbol liegt Kamala Harris in Führung. In Bundesstaaten mit rotem Symbol hat Donald Trump nach aktuellen Umfragen einen Vorsprung. Bundesstaaten, in denen die Kandidaten weniger als 4 Prozentpunkte auseinanderliegen sind mit einem dunkelgrauen Symbol gekennzeichnet.

Die Karte wird laufend aktualisiert. Bitte beachten Sie, dass für manche US-Bundesstaaten derzeit noch keine Umfragewerte verfügbar sind.

Wie funktioniert das amerikanische Wahlsystem?

In fast allen US-Bundesstaaten gilt das Mehrheitswahlrecht nach dem Prinzip „The Winner takes it all“. Der Präsidentschaftskandidat bzw. die Präsidentschaftskandidatin, die in einem Bundesstaat die meisten Stimmen erhält, gewinnt sämtliche Wahlleute des betreffenden Staates – auch dann, wenn das Ergebnis denkbar knapp ausfällt.

Abweichungen von diesem Prinzip gibt es nur in den Bundesstaaten Maine und Nebraska. In beiden Staaten werden lediglich zwei Wahlleute nach dem Prinzip „The Winner takes it all“ vergeben. Diese erhält der Kandidat oder die Kandidatin, der/die im gesamten Bundesstaat die meisten Stimmen erhält. Die übrigen Wahlpersonen (zwei in Maine, drei in Nebraska) werden in Einerwahlkreisen (sog. Districts) im Rahmen der Wahl des Repräsentantenhauses gewählt. Auch ein Kandidat/eine Kandidatin, der/die im gesamten Bundesstaat unterlegen ist, kann aufgrund dieses besonderen Modus' noch einzelne Wahlleute aus den Districts für sich gewinnen.

Wie verlässlich sind die Umfragen?

Die auf dieser Seite dargestellten Umfragewerte bilden einen Mittelwert ab, der aus den Erhebungen verschiedener Umfrageinstitute gebildet wird. Für einige der Umfragen wurden in manchen US-Bundesstaaten nur einige hundert Wählerinnen und Wähler befragt. Tatsächlich gilt jedoch eine Zahl von ungefähr 2.000 Befragten als wünschenswert um Repräsentativität zu erreichen. Die Umfragen bilden reale Trends ab, allerdings ist darauf hinzuweisen, dass der statistische Fehlerbereich durchaus mehrere Prozentpunkte umfassen kann. Das bedeutet insbesondere für Bundesstaaten, in denen die Kandidaten nur wenige Prozentpunkte auseinanderliegen, dass das reale Wahlergebnis noch in die eine oder andere Richtung kippen könnte.

Autor: Internetredaktion LpB BW | letzte Aktualisierung: November 2024.

Cookieeinstellungen
X

Wir verwenden Cookies

Wir nutzen auf unseren Websites Cookies. Einige sind notwendig, während andere uns helfen, eine komfortable Nutzung diese Website zu ermöglichen. Einige Cookies werden ggf. für den Abruf eingebetteter Dienste und Inhalte Dritter (z.B. YouTube) von den jeweiligen Anbietern vorausgesetzt und von diesen gesetzt. Gegebenenfalls werden in diesen Fällen auch personenbezogene Informationen an Dritte übertragen. Bitte entscheiden Sie, welche Kategorien Sie zulassen möchten.