Joe Biden wird Trump bei US-Wahlen herausfordern

Ex-Vizepräsident offiziell Kandidat der US-Demokraten

Joe Biden hat sich die nötige Zahl von Delegiertenstimmen gesichert und ist seit dem 6. Juni 2020 auch offiziell der Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten. Obwohl in einzelnen US-Bundesstaaten noch bis in den August hinein demokratische Vorwahlen stattfinden werden, sind diese bedeutungslos geworden. 

Beim Nominierungsparteitag (Democratic National Convention) vom 17. bis 20. August soll Biden feierlich zum Kandidaten der US-Demokraten gekürt werden. Wegen der Corona-Pandemie wird der Parteitag jedoch eventuell nicht in einem Kongresszentrum in Milwaukee, sondern nur virtuell stattfinden. Ursprünglich sollte er bereits vom 13. bis 16. Juli abgehalten werden. Auf dem Parteitag bestimmt eine Mehrheit der etwa 3.979 gewählten Delegierten (pledged delegates) aus den einzelnen US-Bundesstaaten offiziell den Präsidentschaftskandidaten der US-Demokraten. Am 3. November 2020 tritt der demokratische Kandidat bei den US-Präsidentschaftswahlen gegen den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump an. Dessen Kandidatur ist bereits gesetzt.

Bernie Sanders, der letzte verbliebene Konkurrent Bidens als möglicher demokratischer Präsidentschaftskandidat,  hat am 8. April 2020 bekanntgegeben, dass er sich aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten zurückzieht. Sein Name stand bzw. steht bei den noch ausstehenden Vorwahlen jedoch weiterhin auf dem Wahlzettel. 

In 27 US-Bundesstaaten sind die Abstimmungen verschoben oder die Briefwahlfristen wegen der Coronapandemie verlängert worden. Trotz seines Rückzugs wird Bernie Sanders in diesen Bundesstaaten weiterhin auf dem Wahlzettel stehen. Er verzichtet auch nicht auf die Delegierten, die er vor seinem Rückzug gesammlt hatte - und sammelt weiter. Beim Nominierungsparteitag der US-Demokraten könnte Sanders seinen Einfluss nutzen, um das Wahlprogramm seiner Partei in seinem Sinne zu beeinflussen. Ein wichtiges Ziel von Sanders ist bsp. die Einführung einer allgemeinen staatlichen Krankenversicherung ("Medicare for all"). 

 

Wegen der Coronapandemie in den USA ist der Nominierungsparteitag der Demokratischen Partei  (Democratic National Convention) auf den 17. bis 20. August 2020 verschoben worden. Ursprünglich sollte er vom 13. bis 16. Juli stattfinden. Diskutiert wird auch, ob der Parteitag tatsächlich in einem Kongresszentrum im Milwaukee stattfinden oder ins Internet verlegt werden soll. Auf dem Parteitag bestimmt eine Mehrheit der etwa 3.979 gewählten Delegierten (pledged delegates) aus den einzelnen US-Bundesstaaten offiziell den Präsidentschaftskandidaten der US-Demokraten. Am 3. November 2020 tritt der demokratische Kandidat bei den US-Präsidentschaftswahlen gegen den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump an. Dessen Kandidatur ist bereits gesetzt.

Demokraten: Vorwahlergebnisse 2020

(Stand: 9. Juni 2020)

Bundesstaat

Delegiertenzahl

(pledged delegates)

Joe BidenBernie SandersElizabeth Warren (ausgeschieden)

Michael Bloomberg (ausgeschieden)

Pete Buttigieg (ausgeschieden) 

Amy Klobuchar (ausgeschieden)

Summe 2.0111.0476349217
Iowa (3. Februar)4161280 (nicht angetreten)141
New Hampshire (11. Februar)240900 (nicht angetreten)96
Nevada (22. Februar)3692400 (nicht angetreten)30
South Carolina (29. Februar)4439150000
Alabama (3. März - Super Tuesday)524480100
Arkansas (3. März - Super Tuesday)311790400
Amerikanisch-Samoa (3. März - Super Tuesday)6 (davon 2 für Tulsi Gabbard)000400
Colorado (3. März - Super Tuesday)6718255000
Kalifornien (3. März - Super Tuesday)4151452005200
Maine (3. März - Super Tuesday)241192000
Massachusetts (3. März - Super Tuesday)91372919000
Minnesota (3. März - Super Tuesday)75382710000
North Carolina (3. März - Super Tuesday)10767372100
Oklahoma (3. März - Super Tuesday)3721130300
Tennessee (3. März - Super Tuesday)6133201800
Texas (3. März - Super Tuesday)2281111021500
Utah (3. März - Super Tuesday)257160200
Virginia (3. März - Super Tuesday)9966312000
Vermont (3. März - Super Tuesday)165110000
Demokraten im Ausland (3.-10 März)13490000
Idaho (10. März)201190000
Michigan (10. März)12573520000
Mississippi (10. März)363420000
Missouri (10. März)6844240000
North Dakota (10. März)14680000
Washington (10. März)8946430000
Northern Mariana Islands / Nördl. Marianen (14. März)6240000
Arizona (17. März)6739280000
Florida (17. März)219162570000
Illinois (17. März)15594600000
Alaska (wg. Corona: Frist für Briefwahl auf 10. April verlängert - Wahl urspr. für 4. April geplant)15870000
Wisconsin  (wg. Corona: Frist für Briefwahl auf 13. April verlängert - Wahl urspr. für 7. April geplant)8456280000
Wyoming (wg. Corona: Frist für Briefwahl auf 17. April verlängert - Wahl urspr. für 4. April geplant)141040000
Ohio (wg. Corona auf 28. April verschoben - Wahl urspr. für 17. März geplant)136115210000
Kansas (2. Mai)3929100000
Nebraska (12. Mai)292900000
Oregon (19. Mai)6146150000
Hawaii (Briefwahlfrist wegen Corona auf 22. Mai verlängert - ursprünglich für 4. April geplant)241680000
Washington / District of Columbia (2. Juni)202000000
Maryland  (wg. Corona auf 2. Juni verschoben - urspr. für 28. April geplant)969600000
Pennsylvania (wg. Corona auf 2. Juni verschoben - urspr. für 28. April geplant)186151330000
Rhode Island (wg. Corona auf 2. Juni verschoben - urspr. für 28. April geplant)2624 0000
Indiana (wg. Corona auf 2. Juni verschoben - urspr. für 5. Mai geplant)828110000
Montana (2. Juni)191810000
New Mexiko (2. Juni)343040000
South Dakota (2. Juni)161330000
Virgin Islands (6. Juni)7700000
Georgia (wg. Corona auf 9. Juni verschoben - ursprünglich für 24. März geplant)105      
West Virginia (wg. Corona auf 9. Juni verschoben - urspr. für 12. Mai geplant)28      
New York (wg. Corona auf 23. Juni verschoben - urspr. für 28. April geplant)274      
Kentucky (wg. Corona auf 23. Juni verschoben - urspr. für 19. Mai geplant)54      
New Jersey (wg. Corona auf 7. Juli verschobenen - urspr. für 2. Juni geplant)126      
Deleware  (wg. Corona auf 7. Juli verschoben - urspr. für 28. April geplant)21      
Louisiana (wg. Corona auf 11. Juli verschoben - urspr. für 4. April geplant)54      
Connecticut (wg. Corona auf 11. August verschoben - urspr. für 28. April geplant)60      
Puerto Rico (wg. Corona auf unbest. Zeit verschoben; urspr. geplant für 29. März)51      
Guam (wg. Corona auf unbestimmte Zeit verschoben - urspr. für 2. Mai geplant)7      

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